Hanna

                               Hanna – meine Trulla

geboren 1.12.2007

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Vor knapp 5 Jahren hielt ich Ausschau nach einem entspannten, gut sozialsierten Hund. Mein Faibel für Schäferhunde sorgte dafür, dass unsere Wege sich kreuzten. Wenn ich schon mal da war, wollte ich Dich auch kennenlernen.

Deine Pflegerin im Tierheim beschrieb Dich als ADHS-Hund….die Beschreibung passte voll in´s Schwarze! Und doch war ich sofort Dein Fan, aber nicht sofort bereit Dich in mein Leben treten zu lassen.

Mein Herz siegte über meinen Verstand und eine turbulente Zeit mit vielen Höhen und Tiefen begann.

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Du warst kein böser Hund! Du warst „nur“ das Kaninchen aus Alice im Wunderland, auf Speed. Mit Deinen wachen Augen endging Dir nichts, alles hättest Du am liebsten erkundet, wärst am liebsten einfach einmal um die ganze Welt gerannt, alles aufgesammelt was nur ein bisschen interessant sein könnte und natürlich Stöcke! Die waren ein regelrechter Zwang für Dich – die musstest Du haben.

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Unbeschreiblich war das Gefühl, als ich es endlich geschafft hatte, dass Du mir zum ersten mal bewusst in die Augen schautest und Kontakt zu mir aufgebaut hast.

Schrecklich stolz war ich auf uns beide, als wir zusammen gearbeitet haben. Du hattest richtig Spaß dabei.

Du bist immer Du selbst geblieben: selbstständig, eigensinnig, neugierig. Doch Du hast es auch genossen die letzten Jahre zu uns zu gehören. Du hast das Kuscheln für Dich entdeckt, hast gelernt, es lohnt sich auf Deine Menschen zu hören. Du warst ein Teil von uns.

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Gesundheitlich warst Du seit ich Dich kenne nicht ganz auf der Höhe. Doch Du warst nie zu bremsen, immer Vollgas.

Nein, nicht immer – die letzten fünf Wochen fingst Du an, nicht mehr so wirklich Du zu sein. Nicht mehr meine wilde Trulla. Dann hattest Du Deinen ersten Krampfanfall. Jetzt schien alles ganz schnell zu gehen. Viel zu schnell!

Ich sah, wie es Dir nicht mehr wirklich gut ging. Auch wenn Du selber das gerne verdrängt hast. Doch zwei Krampfanfälle innerhalb von ein paar Stunden hinterliessen ihre grausamen Spuren. Wie lange sollte ich warten, um eine Entscheidung zu treffen, würdest Du es mir „erlauben“ Dich gehen zu lassen?

Ich sah in Deinen Augen, dass Dein Feuer keine Energie mehr hatte…. Ich hatte mir gewünscht, dass Du friedlich in meinen Armen einschläfst. Ich weiß, Du hast Deinen letzten Krampfanfall nicht mehr mit bekommen. Doch es brach mir das Herz, Dich nicht friedlich gehen lassen zu können.

Meine kleine, eigensinnige Maus – Du warst ein Teil von mir und wirst immer zu mir gehören.

Am 14.8.2019 habe ich Dich unter vielen Tränen gehen lassen…Nun lauf, lauf meine kleine Trullini und grüße meinen Buben von mir!

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